26
September
2006

Globalisierungseffekt #2 – Briefkastenfirma in Indien

Ist doch interessant. Neulich haben wir überlegt eine Briefkastenfirma in Indien aufzumachen, um an IT-Aufträge zu kommen, die letzlich dann “undercover” doch in Deutschland abwickelt. Es ist halt derzeit “hipp”, Offshoring zu betreiben. Schließlich ist es auf den ersten Blick ja billiger: 6 Inder für einen deutschen Ingenieur hat ein Siemens-Mensch einmal vorgerechnet. Der Management- und Kommunikationsoverhead wurde wohl nicht berechnet. Auch nicht, was es bedeutet komplexe Wissensprodukte in einem Land zu produzieren, indem gar keine Vorstellung von einem “deutschen Businesskontext” existiert. Erfahrungsgemäß kann man gleichkomplexe Projekte mit weniger Spezialisten abwickeln die vor Ort sind. Dabei spart man Management- und Kommunikationsaufwände, hat das Projekt schneller abgewickelt und ist unterm’ Strich noch günstiger (bei Komplettrechnung). Zusätzlich kommt auch der Globalisierungseffekt der Angleichung von Billiglohnländern hinzu. Interessant wäre hier einmal näher hinzuschauen, wie sich mit der Angleichung die Auftragserteilung global verschiebt und wann sie wieder zurück kommt.

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